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Evangelische Hochschule Dresden – Im Gespräch mit …

Headerbild: Antonia Opperskalski/ by Tobias Ritz

 

Antonia Opperskalski – Absolventin des Studiengangs Bildung und Erziehung in der Kindheit an der EHS Dresden.

 

 

Die Wintersonne lacht durch die großen Scheiben. Ein paar Kinder erwachen aus der Mittagsruhe. Antonia Opperskalski schnappt sich die Gitarre: „Wollen wir ein paar Lieder singen?“ Die Fünf- bis Sechsjährigen schauen von ihrem Puzzlespiel auf und lauschen der Pädagogin. Sie stimmt ein paar Takte an, beginnt zu singen, und der dreistimmige Chor fällt ein bisschen wacklig mit ein. Über das Gesicht der 27-Jährigen huscht Freude, sie strahlt jetzt mit der Wintersonne um die Wette. Als eine von acht Pädagoginnen im katholischen Kindergarten „Pater Bänsch“ in Dresden-Plauen ist sie verantwortlich für bis zu 17 Kinder. Im Unterschied zu den meisten ihrer Kolleginnen hat Antonia Opperskalski Bildung und Erziehung an einer Hochschule studiert. Normalerweise ist Erzieherin ein klassischer Ausbildungsberuf. Mit Kindern zu arbeiten, das war schon ihr Traum, als sie selbst noch ein Kind war und zur Schule ging.

 

Frau Opperskalski, Sie haben in Dresden studiert. Standen andere Standorte zur Wahl? Warum haben Sie sich gerade für die sächsische Landeshauptstadt entschieden?

Ich hatte mich parallel auch in Kiel, Görlitz und Berlin beworben. Doch weder die Nähe zum Meer, noch die Großstadt Berlin konnte mich locken. Am Ende fiel die Entscheidung für Dresden, weil ich mich hier sehr wohlfühle. Hier bin ich zur Schule gegangen, hier leben meine Familie, meine Freunde.

Sie haben Bildung und Erziehung an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit (EHS) studiert. Wie kam es dazu?

Eigentlich wollte ich immer Kindergärtnerin werden. Das hab ich schon zu Schulzeiten gesagt und in sämtliche Steckbriefalben reingeschrieben. Ich habe noch überlegt, „soziale Arbeit“ zu studieren, um später in einer breiteren Altersspanne arbeiten zu können. Ich habe mich entschieden, den Focus auf die ganz Kleinen zu legen. Freunde erzählten mir, dass es sehr angenehm sein soll, an der EHS zu studieren. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich an der Hochschule studiert habe.

 

Wenn Sie heute einer Schülerin oder einem Schüler zu einem Studium an der EHS raten würden, warum?

Beim Studium an der Fachhochschule steht die Praxisorientierung ganz stark im Vordergrund. Die praktischen Erfahrungen kann man dann sehr gut mit den theoretischen Erkenntnissen verknüpfen und gleich im nächsten Seminar ausdiskutieren.

Das Lehrgebäude der Evangelischen Hochschule Dresden. Foto: Simon Bauheier

 

Sie arbeiten in einer Kindertagesstätte, was ist das Schönste an diesem Beruf?

Das Schönste ist für mich, den Kindern zu zeigen, was man alles lernen kann, und was Lernen überhaupt bedeutet. Das Lernen beginnt nicht erst in der Schule. Wir lernen von Geburt an. Wir lernen zu laufen, wir lernen zu sprechen. Wir lernen, mit anderen Kindern oder auch mit Erwachsenen in Kontakt zu kommen, uns zu unterhalten. Wir  lernen aber auch schon komplexere Dinge, wie das Zählen und das Rechnen und das Schreiben. Und mich macht es total glücklich, den Fortschritt bei den Kindern zu beobachten.

 

Antonia Opperskalski wollte schon immer Kindergärtnerin werden. Zu Erleben, wie die Kinder lernen und begreifen ist der schönste Lohn für die Arbeit. Portraitfotos im Text: Tobias Ritz

 

Hier im Kindergarten arbeiten Sie überwiegend mit Kolleginnen, die eine Ausbildung absolviert haben. Spürt man bei der Arbeit Unterschiede zum Studium?

Ja, sie sind anders ausgebildet. Das merkt man bei der Arbeit aber eher weniger. Denn es geht in erster Linie darum, dass wir mit den Kindern agieren, sie begleiten und in ihrer Entwicklung fördern. Ein Unterschied, der mir aufgefallen ist, ist das praktische Repertoire an Ideen für Spiele, Lieder oder Basteleien. Da hatte ich trotz Praxisorientierung der Hochschule noch einen gewissen Nachholbedarf. Meine Ausbildung ist dafür wissenschaftlich fundierter. Über die erlernten pädagogischen Theorien kann ich mein Handeln gut begründen. Für mich ist es ideal, wenn es in einer Kita eine gute Mischung gibt, sowohl ausgebildete Erzieherinnen als auch studierte Pädagogen.

 

 

 

Antonia Opperskalski

 

2009 Freiwilliges Soziales Jahr am St. Benno Kindergarten in Dresden

 

2010 – 2012 Studium Bildung und Erziehung in der Kindheit (Bachelor) an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit

 

Seit 2012 Kindheitspädagogin im katholischen Kindergarten „Pater Bänsch“ in Dresden

 

 

Dieser Artikel ist in Kooperation mit der Standortkampagne “So geht sächsisch” entstanden.

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