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Hochschule Mittweida – Im Gespräch mit …

Headerbild: Falk Hähnel von der 3D-Micromac AG/ by Thomas Schlorke

 

Falk Hähnel – Absolvent der Physik an der Hochschule Mittweida.

 

Falk Hähnel führt durch die Betriebsräume der 3D-Micromac AG in Chemnitz. Das Unternehmen mit rund 190 Mitarbeitern ist weltweit führend auf dem Gebiet der sogenannten Micro-Laser. Das sind Maschinen, die mit Laserstrahlen hochpräzise Bohrungen durchführen können. Bedarf gibt es für solche Geräte in der Photovoltaik, der Halbleiterindustrie, der Mikrodiagnostik und der  Medizintechnik.

Er zeigt die Maschine, das Modell hier kostet mehrere hundertausend Euro. Behutsam legt er einen Silizium-Wafer ein, er hat extra Schutzhandschuhe angezogen. Das ist zwar kein Reinstraum hier, aber doch sehr sauber. Die Maschinen arbeiten im Mikrometer-Bereich. Es geht also um Tausendstel Millimeter, da haben Staubkörnchen nichts verloren. Die Produkte der 3D-Micromac AG werden in alle Welt geliefert. In die USA, ins europäische Ausland und nach Fernost, China und Japan.

Hier kommt Falk Hähnel ins Spiel. Seine Aufgabe ist es, gemeinsam mit den Kunden deren genauen Bedarf zu ermitteln und danach die optimale Maschine zusammen zu stellen.

 

 

Herr Hähnel, Sie haben an der Hochschule Mittweida studiert. Standen andere Standorte zur Wahl? Warum haben Sie sich gerade für die sächsische Kleinstadt entschieden?

Meine Studienrichtung gibt es in Würzburg, Münster, Hannover und Mittweida. Da hatte die Heimat einfach die stärksten Anziehungskräfte. Außerdem hat die Hochschule hier in Sachsen einen exzellenten Ruf. Ich habe sie mir angeschaut und war gleich von ihrem familiären Charakter begeistert. Ab dem ersten Seminar hatte ich einen guten Draht zu den Professoren. Man muss nicht um Audienz betteln. Bei Problemen gibt es schnelle Lösungen, und die Anzahl der Studenten in den Seminaren ist sehr klein.

Lasertechnologie für die Halbleiterindustrie – ein Produkt der Chemnitzer 3D-Micromac AG/ by Thomas Schlorke

 

Sie haben Lasertechnik studiert. Wie kam es dazu?

Ich habe mein Fachabitur in Pirna gemacht, komme eigentlich aus Sebnitz. Die vielfältigen Anwendungen, die mit diesen gebündelten Lichtstrahlen, der Lasertechnik, möglich sind, haben mich schon als Schüler fasziniert. Und in Mittweida fand ich die beste Ausbildung für mein Interesse.

 

Sie reisen für Ihren Arbeitgeber um die ganze Welt, leben hier in Chemnitz. Was sind die Unterschiede?

Bei meinen ersten Besuchen in Asien war das schon ein Kultur-Schock, das musste ich erstmal verdauen. Oder die USA:  diese Weite, dieses riesige Land. Das ist schon etwas anderes als unsere beschauliche Heimat. Wir Deutsche sind vergleichsweise detailversessen. Für unsere Produkte ist das aber auch sehr wichtig.

 

So eine Anlage kostet mehrere 100.000 Euro/ by Thomas Schlorke

 

Würden Sie heute einer Schülerin oder einem Schüler zu einem Studium in Mittweida an der Hochschule raten?

Auf jeden Fall. Die Hochschule ist wie eine große Familie. Und im Gegensatz zu Unis in Großstädten gibt es relativ wenig Ablenkung.  Beste Voraussetzungen also, um hochkonzentriert und zügig zu studieren. Und mit einem Abschluss der Hochschule Mittweida hat man nicht nur in Sachsen beste Chancen auf eine gute Karriere. So werden zum Beispiel bei uns in der Firma immer gut ausgebildete Mitarbeiter gesucht.

 

 

Falk Hähnel

 

Geboren 1981 in Sebnitz

 

2001 bis 2006 Studium der Physik an der Hochschule Mittweida, Spezialisierung physikalische Technik, Lasertechnik

 

2006 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Mittweida

 

2009 bis 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Laserinstitut an der Hochschule Mittweida

 

Seit 2010 Mitarbeiter in der 3D-Micromac AG in Chemnitz, als Ingenieur, dann im technischen Vertrieb, heute im Konzept-Team

 

 

Dieser Artikel ist in Kooperation mit der Standortkampagne “So geht sächsisch” entstanden.

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